Frage zu 2,8 v6 Motor

Diskutiere Frage zu 2,8 v6 Motor im Motor, Antrieb, Abgasanlagen Forum im Bereich Audi Technik Forum; Hi Habe eine für Audikenner sicherlich einfache Frage :D Hat der 2,8 Liter V6 Motor mit 174 PS (ist der 12V,richtig) einen Zahnriemen oder...

KaOz

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Hi
Habe eine für Audikenner sicherlich einfache Frage :D

Hat der 2,8 Liter V6 Motor mit 174 PS (ist der 12V,richtig) einen Zahnriemen oder nicht?

Zu meiner Frage kommt es da ich in einem anderen Forum ein Posting gelesen hatte wo ein User folgendes schrieb.


Erfahrungswerte!

Zahnriemenwechsel ist beim 1.8T alle 120.000km fällig. Beim 2.8 12V nie und beim 2.8 30V alle 180.000km!


thx for help :D
 

Falcon99

Ja, er hat einen Zahnriemenwechsel, so wie alle V6 bei Audi! Und es gibt beim 2.6E / 2.8E durchaus ein Zahnriemenwechsel-Intervall, nämlich alle 120.000 km. Dieses wurde allerdings erst nachträglich eingeführt - ich vermute, dass dieser User nicht mehr auf dem aktuellen Stand war!
 

KaOz

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Soll richtig viel Arbeit sein hab ich gelesen :?
Front abmontieren usw. oder is das auch anders möglich?
 

Matthias

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Neee, iss in ner Stunde oder so gemacht, geht alles ohne was abzubauen. Dazu folgendermaßen vorgehen (grob beschrieben):

- Abdeckungen abnehmen
- Keilrippenriemen runter
- Motor anhand Markierung der Riemenscheibe auf OT drehen
- Riemenscheibe abnehmen
- Zahnriemenverkleidung abnehmen
- Zahnriemen an jedem Rad 2x markieren (auf Zahnrad UND Riemen)
- Markierung auf neuen Riemen übernehmen
- 2x kontrollieren!! (besser 3x)
- nach Bedarf jetzt Spannrolle und Wasserpumpe wechseln
- Neuen Riemen anhand der Markierungen auflegen
- Motor 2x(!) mit Schraubenschlüssel an der KW durchdrehen
- Zahnriemenverkleidung anbringen
- Riemenscheibe montieren (auf OT Markierung achten)
- Keilrippenriemen auflegen
- Beten
- Nochma Beten
- Anlassen...

Ich habe auf diese Art schon 4 oder 5 mal den Zahnriemen an verschiedenen V6 gewechselt, funktioniert tadellos und ohne Spezialwerkzeug. Wichtig ist nur, dass man die Markierungen sorgfältig anbringt. Also einen Zahn des Zahnriemens und die dazugehörige Nut auf dem Zahnrad markieren. Das Ganze an jedem Rad zweimal (KW und beide NW). Einmal würde reichen, allerdings ist es unwahrscheinlicher das man beim übertragen zweimal einen Fehler macht als einmal, fällt also eher auf. Den neuen Zahnriemen dann einfach anhand der Markierungen auflegen...
Vor dem Anlassen den Motor mindestens zweimal (weil Viertakter) von Hand(!) durchdrehen. Wäre etwas schief gelaufen und Du lässt gleich richtig an, könnte der Anlasser die Ventile krumm hauen...


Gruß,
Matthias
 

Balimann

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Beim V6 30V muss der Zahnriemend jedoch auch alle 120.000km gewechselt werden!
 
snout_spout

snout_spout

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naja ganz ehrlich gesagt würde ich dabei auch nicht 120T abwarten... sondern ich würds bei 100T machen. ansonsten den zahnriemen mal kontrollieren... einfache sichtprüfung, manchmal kann man schleifspuren oder abnutzspuren schon erkennen.
kontrolle und neumachen is besser als motorschaden! :lol:
 

KaOz

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Super :D
Danke für die schnelle Hilfe von euch.Hab zwar noch 15000 km zeit bis zur 120000 km inspektion aber is immer gut zu wissen was man vorsich hat.Hoffe mal das ich den Wagen heute Mittag abholen kann,hab ihn erst am Samstag erworben :D Jetzt muss ich nur noch meinen Japaner loswerden und alles wird gut*g*
 

Mad Dog

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Du solltest auch beachten, daß mittlerweile ab Werk ein Intervall von 120tkm ODER 6 Jahren angegeben wird, je nachdem, was eher eintritt. Früher wurden nur die 120tkm genannt, das Problem ist aber, daß der Riemen im Laufe der Zeit rissig und porös werden kann, auch wenn er die 120tkm noch lange nicht hinter sich hat. Also ist beispielsweise bei einem 9 Jahre alten Auto mit 110tkm der Riemen schon längst fällig...

Gruß

Christian
 

Cemi

@Matthias
Interessante Anleitung! Hab ich so noch nie gehört.
Hört sich aber alles plausibel an, und ich habe auch fast alles verstanden – auch das 2x beten. Nur das Motordurchdrehen blicke ich nicht. Was soll das bringen? Da merke ich doch auch nicht, ob der Riemen evtl. einen Zahn falsch liegt, oder?
Oder habe ich irgendetwas überhaupt nicht gepeilt?
Bitte um kurze Aufklärung.
Dank im Voraus.
Cemi :noidea:
 

Lexmaul

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Der Riemensitz wird dadurch nochmals kontrolliert! Ich hatte trotz Spezialwerkzeug immer einen Vesratz des Riemens...erst nach dem dritten oder vierten Mal war der Sitz dann richtig!

Ich würde aber dringendst davon abraten, den Wechsel als Laie selber durchzuführen und vor allem ohne Spezialwerkzeug!
 

Cemi

Aha, verstanden.
Und besten Dank für die Warnung. Falls ich mich an so was rantraue, würde ich ohnehin ein halbes Jahr vorher anfangen hier im Forum rumzunerven. :zwinker:
 

Matthias

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@Cemi: Wenn Du den Riemen zum Beispiel versetzt auflegst, würden im schlimmsten Fall immer dann die Ventile offen stehen, wenn die Kolben an ihrem oberen Totpunkt sind. Die Folge wäre das die Ventile den Kolben küssen und unschöne Löcher darin hinterlassen. Sowas passiert z.B. wenn der Riemen im laufenden Betrieb reißt. Der Anlasser hat zwar nicht ganz so viel Kraft, aber immernoch genug um die Dinger krumm zu Hauen. In beiden Fällen wäre das ein kapitaler Motorschaden!! Um das zu verhindern dreht man den Motor von Hand mindestens zweimal durch (zweimal, weil die Kurbelwelle sich doppelt so schnell dreht wie die Nockenwelle).

Wenn Du allerdings nur einen Zahn Versatz hast wirst Du das erst beim Anlassen merken, da läuft er wie ein Sack Nüsse weil die Steuerzeiten nicht stimmen. Aufsetzen tut er jedoch noch nicht...

Wer ganz genau arbeiten will nutzt, wie von Lexmaul schon vorgeschlagen, das Spezialwerkzeug. Hiermit lassen sich die Steuerzeiten absolut exakt einstellen, da es die Nockenwellen in der richtigen Position fixiert (KW wird mit speziellem Dorn fixiert). Die Zahnräder werden dann von der Welle gelöst und der Riemen aufgelegt, anschließend werden die Räder wieder fest gezogen. Damit stehen KW und NW absolut korrekt zueinander.

Aber wie schon gesagt: Besorgt Euch beim ersten mal Hilfe oder lasst es machen. Ein Fehler endet fast immer mit einem schweren Motorschaden der schnell in den vierstelligen Bereich gehen kann!!


Gruß,
Matthias
 

Cemi

Matthias schrieb:
Ein Fehler endet fast immer mit einem schweren Motorschaden

Und noch eine Warnung.... 8) Alles klar, ich bin überzeugt, und lass die Finger davon.
Besten Dank aber für die Erklärungen. War sehr interessant.
 

KaOz

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Ich machs es selber da ich mir die Teile auf der Arbeit zum EK besorgen kann und Laie bin ich ja nu auch nicht auch wenn ich normalerweise mit grösseren Motoren zu tun habe*g* bin LKW-Mechaniker.
Naja aber da der Wagen ja Baujahr 95 ist und scheckheft gepflegt dürfte ja dann der riemen gewechselt worden sein.Hab nur im Scheckheft nix gesehen,naja am besten ruf ich mal in der Werkstadt an.
 

Cemi

Ist zwar komplett OT, aber von wegen Laie und LKW-Mechaniker muss ich mal was loswerden. Ich habe Riesenrespekt vor LKW-Schraubern. Mein Onkel war so einer, und von ihm habe ich alles gelernt, was ich heute so an Schraubereien hinkriege. Er hat das von der Pike auf gelernt, war erst Fahrer (mit 3,5 km/h auf Vollgummirädern 8O die Kasseler Berge hoch :bored: ), und danach halt Mechaniker. Er war derjenige, der mir (mit frischem Führerschein) das Autofahren ermöglicht hat, da er der einzige war, der sich an den Rostlauben (R5, Lada, 2 Opel Rekords, etc. erst dann Audis) noch die Hände schmutzig gemacht hat – und ALLES wieder hingekriegt hat. Motto: Geht nich, gibt's nich. War echt beeindruckend. Leider ist er letztes Jahr gestorben...
 

Manuel0608

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Neee, iss in ner Stunde oder so gemacht, geht alles ohne was abzubauen. Dazu folgendermaßen vorgehen (grob beschrieben):

- Abdeckungen abnehmen
- Keilrippenriemen runter
- Motor anhand Markierung der Riemenscheibe auf OT drehen
- Riemenscheibe abnehmen
- Zahnriemenverkleidung abnehmen
- Zahnriemen an jedem Rad 2x markieren (auf Zahnrad UND Riemen)
- Markierung auf neuen Riemen übernehmen
- 2x kontrollieren!! (besser 3x)
- nach Bedarf jetzt Spannrolle und Wasserpumpe wechseln
- Neuen Riemen anhand der Markierungen auflegen
- Motor 2x(!) mit Schraubenschlüssel an der KW durchdrehen
- Zahnriemenverkleidung anbringen
- Riemenscheibe montieren (auf OT Markierung achten)
- Keilrippenriemen auflegen
- Beten
- Nochma Beten
- Anlassen...

Ich habe auf diese Art schon 4 oder 5 mal den Zahnriemen an verschiedenen V6 gewechselt, funktioniert tadellos und ohne Spezialwerkzeug. Wichtig ist nur, dass man die Markierungen sorgfältig anbringt. Also einen Zahn des Zahnriemens und die dazugehörige Nut auf dem Zahnrad markieren. Das Ganze an jedem Rad zweimal (KW und beide NW). Einmal würde reichen, allerdings ist es unwahrscheinlicher das man beim übertragen zweimal einen Fehler macht als einmal, fällt also eher auf. Den neuen Zahnriemen dann einfach anhand der Markierungen auflegen...
Vor dem Anlassen den Motor mindestens zweimal (weil Viertakter) von Hand(!) durchdrehen. Wäre etwas schief gelaufen und Du lässt gleich richtig an, könnte der Anlasser die Ventile krumm hauen...


Gruß,
Matthias
Hallo, geht alles noch einfacher wenn man das abstecklineal für die Nockenwellen hat motor auf ot drehen an der Riemenschneibe, Lineal einsetzen, nockenwellenräder lösen, spannrolle lösen, Riemen abnehmen. Dann mit einem gummihammer die nockenwelkenräder lösen bus die sich drehen dann den neuen Riemen auflegen spannen und die nockenwellenräder wieder festziehen da brauch man auch nicht beten.
 
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